Webpelz

Echt oder nicht? Das ist eine Frage die man sich heute oft stellt wenn man einen Pelz sieht.
Noch vor wenigen Jahren war die Qualität der Webpelze wesentlich geringer und sie waren bereits auf Entfernung deutlich von echten Pelzen zu unterscheiden.
Durch modernere Herstellungsverfahren und die Entwicklung neuer Garne muss man den Trägerinnen heute schon sehr dicht auf den vermeintlich echten Pelz rücken um zu erkennen ob es sich um echt oder Fälschung handelt.
Selbst viele Prominente outen sich heute als bekennende Webpelzträgerinnen, da das Tragen von echten Pelzen durch verschiedene Tierschutzorganisationen deutlich in Verruf geraten ist. Insbesondere durch die Haltungsbedingungen auf den sogenannten Pelztierfarmen.
Die Vorteile liegen also deutlich auf der Hand.

Herstellung von Webpelzen
Zwei verschiedene Garne werden maschinell miteinander verwoben.
Ein verzwirntes Grundgarn und ein hochfloriges Garn, dessen Flor durch die Verarbeitung in Spezialwebstühlen auf der Oberseite des Stoffes verwoben wird.
Auf der Rückseite wird ein Spezialkleber aufgetragen der verhindert das dem unechten Pelz die Florhaare ausgehen.
Die Art und Länge des Flors wird je nach gewünschter Wirkung gewählt.
Durch die farbliche Gestaltung ist es möglich jedes tierische Haarkleid, auch dem bedrohter Arten, zu imitieren oder sie bunt einzufärben.
Theoretisch könnte man also heute sogar Mammut tragen.
Außerdem liegen Energieaufwand und die Kosten in der Herstellung eines Webpelzes deutlich unter denen für einen echten Pelz.
Deshalb erfreuen sich die Webpelze auch immer größerer Beliebtheit da sie für jedermann erschwinglich sind.

Verwendung

Webpelze finden nicht nur in ganzen Kleidungsstücken wie Mänteln oder Jacken Verwendung, sondern auch als Besatz an Kragen, Ärmeln und Schuhen.
Außerdem werden sie zur Herstellung von Decken, Kissen und Stoffen für die Innenausstattung genutzt.
Der Vorschlag von Tierschützern die berühmten Bärenfellmützen der englischen Garde durch Webpelzbärenfellmützen zu ersetzen wurde allerdings abgelehnt, da man befürchtete das es zu statischen Aufladungen und Hitzestau in den Köpfen der Träger kommen würde.